Wenn die Sonne wäscht: Dirk Stünkel setzt auf Solarenergie

Was verbindet die neue Feuerwehrzentrale, das Balneon und rund zehn weitere Dächer in Neustadt? Sie alle haben eine Photovoltaik-Anlage der Stadtwerke auf dem Dach. Auch bei Dirk Stünkel aus Basse produziert eine Solaranlage der Stadtwerke Neustadt grünen Strom. Hier spricht er über seine Erfahrungen. 

Sonja | 28. Feb. 2022
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Dirk Stünkel war der Erste: Im Frühjahr 2021 entschied sich der Basser für eine eigene PV-Anlage. Genug Energie für den eigenen Bedarf sollte sie produzieren. „Den steigenden Energiekosten die Stirn bieten und den eigenen Ökostrom erzeugen“, das waren seine Beweggründe für die Investition. Deshalb ist auch sein Ziel: „So viel wie möglich selbst verbrauchen und so wenig wie möglich einspeisen.“ Eine nachvollziehbare Entscheidung bei einer aktuellen Einspeisevergütung von 6,83 Cent pro Kilowattstunde bei Anlagen, die bis 10 Kilowatt Peak leisten. Grund für den sinkenden Kurs: die bundesweit steigende Anzahl an PV-Anlagen.

Stünkels Weg führte erst über Umwege zu den Stadtwerken. Zunächst habe er die Preise verschiedener Anbieter aus der Region verglichen, schließlich dann bei der LeineNetz angerufen, um die Einspeisevergütung zu erfragen. Dass er sich am Ende des Gesprächs für eine Anlage der Stadtwerke Neustadt entschieden hat, beschreibt der 60-Jährige nun als „glückliche Fügung“.  

Mirko Sander berät bei den Stadtwerken Privat- und Gewerbekund*innen rund um Photovoltaik. Er erinnert sich an das Gespräch: „Ich habe ihm versichert, dass er, wenn er sich dann für unser Produkt entscheidet, immer nur einen Anruf von seinem persönlichen Ansprechpartner entfernt ist. Und wir kümmern uns um sämtliche Formalitäten wie der Anmeldung beim Netzbetreiber.“ Im unübersichtlichen Energiemarkt keine Selbstverständlichkeit. Das Plus beim Service hat Stünkel letztendlich dazu bewogen, den Neustädter Grundversorger zu beauftragen.  

Wenige Wochen später klingelt es an der Tür. Der Basser öffnet und staunt, als er einem Jugendfreund ins Gesicht sieht – Hans-Uwe Grass. Der Elektromeister bringt Licht ins Dunkel: „Bevor die PV-Anlage aufs Dach kommt, müssen wir erstmal gucken, ob deine Hauselektrik für die neue Stromquelle bereit ist.“ Der Meisterbetrieb Grass Elektro, Partner der Stadtwerke Neustadt, verantwortet den fachgerechten Anschluss von Wechselrichtern sowie Batteriespeichern und inspiziert vorab die elektrischen Gegebenheiten. Er rückt aus, nachdem die Stadtwerke die Struktur von Dach und Gebäude geprüft und PV-Tauglichkeit attestiert haben. „Anschließend kontrollieren wir, ob die Stromleitungen im Haus für die PV-Anlage und ihr Zubehör ausgelegt sind oder ob größere Vorbereitungsarbeiten nötig sind“, erklärt der Fachmann. Das Ziel: möglichst wenig Aufwand für die Besitzer*innen verursachen. In Basse hat das gut geklappt. Dirk Stünkel berichtet: „Uwe ist es gelungen, Batteriespeicher und Wallbox so anzuschließen, dass im Haus keinerlei Umbauten notwendig waren.“

 

Seit Ende August sorgen nun 19 Solarmodule – zehn nach Westen und neun nach Osten ausgerichtet – für sauberen Strom bei den Stünkels. Die Anlage leistet 6,46 Kilowatt-Peak und soll nach der Wirtschaftlichkeitsberechnung innerhalb eines Jahres 5.700 Kilowattstunden sauberen Strom produzieren. Stünkel ist optimistisch: „Allein im September waren es schon 480 Kilowattstunden.“ Was Dirk Stünkel und seine Frau nicht verbrauchen, landet in der Batterie, die 5,1 Kilowattstunden speichern kann. Anders ausgedrückt: Mit der Kapazität von Stünkels Speicher lassen sich fünf Maschinen Wäsche waschen oder 35 Stunden Fernsehen gucken. Nach rund 15 Jahren schreibt die grüne Energiequelle in Basse schwarze Zahlen.

 

Auf dem Dach, aus dem Sinn?

Keinesfalls: Dirk Stünkel beschäftigt sich weiterhin mit seiner Anlage. Jeden Tag prüft er den erzeugten Strom und trägt die Daten in eine Tabelle ein. Manchmal wirft er auch ein Blick in die SMA Energy App auf seinem Tablet, die in Echtzeit die Solarstromproduktion sowie die Auslastung des Speichers visualisiert. „Im September musste ich nur sehr wenig Strom zukaufen. Bis in die frühen Morgenstunden konnte das Haus über den Stromspeicher versorgt werden“, erzählt er begeistert. „Dabei ist nur ein kleiner Teil meiner rund 160 Quadratmeter großen Dachfläche mit Modulen ausgestattet.“ Bei alltäglichen Aufgaben im Haushalt wie dem Wäschewaschen nutzt Stünkel die Anlage clever: Seitdem die grüne Energiequelle auf dem Dach ihren Betrieb aufgenommen hat, läuft die Waschmaschine häufig in der Mittagszeit – also dann, wenn die Anlage besonders viel Strom produziert. Praktischer Nebeneffekt: Wenn der Speicher voll ist, wird die überschüssige Energie nicht ins Netz eingespeist, sondern direkt im Haus verbraucht. Unter dem Strich kommt der Abteilungsleiter auf einen Autarkiegrad von 70 Prozent. 

 

Nach 20 Jahren Betriebszeit soll die Anlage gut 53 Tonnen CO2 eingespart haben

Doch die Anlage auf dem Dach ist für Dirk Stünkel nicht der letzte Schritt in ein klima- und umweltfreundlicheres Morgen: Die Wallbox der Stadtwerke hat er gleich vorausschauend mitinstallieren lassen, schließlich soll sein nächstes Auto elektrisch fahren. Dank eines cleveren Gerätemanagements soll dann überschüssige Energie auch direkt im E-Auto gespeichert werden.  

 

In wenigen Klicks zur Photovoltaik-Anlage

Für alle, die jetzt auch endlich ihr PV-     Projekt angehen wollen, hat Mirko Sander, Photovoltaik- und Wallbox-Profi bei den Stadtwerken, gute Nachrichten: „Ab sofort können Neustädter*innen ihre eigene PV-Anlage auf stadtwerke-neustadt.de/pv bestellen. Je nach Bedarf und Dachfläche stehen drei Pakete mit 16 bis 30 Modulen und jeweils passenden Speichersystemen und Wechselrichtern zur Auswahl. Das kleinste Paket liegt preislich bei rund 14.290 und das größte bei 19.490 Euro.“ Der Fachmann weiß: „Richtig effektiv wird eine Photovoltaik-Anlage erst mit einem Batteriespeicher. Deshalb bieten wir diesen im Komplettpaket auch optional mit an. Damit hat der Ökostrom den kürzesten Weg zum Abnehmer.“

 

Richtig effektiv wird eine Photovoltaik-Anlage erst mit einem Batteriespeicher. Deshalb bieten wir diesen im Komplettpaket auch mit an.
Mirko Sander

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